Gern wollen wir Sie an unseren gesammelten Tipps und Empfehlungen teilhaben lassen.
Zum Teil haben wir sie selbst erfahren oder sie wurden uns von anderen zugetragen.
 

In loser Reihe werden wir diesen Bereich weiter ausbauen.
So dass am Ende eine umfangreiche Wissenssammlung zur Verfügung steht.

   Wichtiges  
Neues Hunde-Gesetz
in Niedersachsen
:
Am 01. Juli 2011 ist
das neue
Gesetz ...
Hundeführerschein:
Was muss ein Hundehalter
beachten?

Neue
Regelungen ...
Hundehaftpflicht-
versicherung:

Was muß
versichert
werden ..

 

Die Prägephase

Was prägt Welpen fürs Leben?

 
Was bedeutet Prägung überhaupt?

Wenn Sie das Wort „Prägung“ mal im Internet eingeben werden Sie feststellen, dass es verschiedenste Definitionen gibt. Im Zusammenhang mit der Hundehaltung spricht man eher von „prägeähnlichen Lernprozessen“. Dies liegt daran, dass im wissenschaftlichen Sinne Prägung ein unumstößlicher Lernvorgang ist.
 
Hunde jedoch können ihr Verhalten verändern und daher ist einmal Erlerntes keineswegs irreversibel. Um es nicht unnötig kompliziert zu machen, lassen wir die Wissenschaft außen vor und nennen den Begriff nachfolgend dennoch Prägung.


Die Neonatale- und Übergangsphase

Jeder Züchter und jeder Welpenbesitzer legt größten Wert darauf, seinen Welpen bestens aufs Leben vorzubereiten. Von Geburt an ist es für den Welpen wichtig, dass er durch sein genetisch fixiertes Verhalten positive und negative Erfahrungen macht. Welpen können trotz verschlossener Ohrkanäle Schreckreaktionen auf  laute  Geräusche zeigen, warm und kalt unterscheiden und auch Schmerzreaktionen zeigen. Milder Stress ist hier das Zauberwort. Dieser fördert das Immunsystem und befähigt den Organismus mit Stress und Belastung umzugehen. Zum Ende der 3. Lebenswoche bekommen Umweltreize eine Bedeutung für den Welpen. Seine Motorik wird kontrollierter und die Schlafperioden werden kürzer.
 
Die Sozialisationsphase beginnt

In dieser Phase finden wichtige Wachstums- und Differenzierungsprozesse im Gehirn statt und sorgen so dafür, dass sich die Neuronen im Gehirn untereinander vernetzen und der Welpe somit besser lernen kann. Ganz besonders wichtig ist es in dieser Phase, ihn weder in Watte zu packen noch zu überfordern. Bieten Sie ihm die Möglichkeit Kinder, ältere Menschen und Erwachsene kennen zu lernen oder auch Erfahrungen im Garten zu sammeln. Besonders sollten Sie in dieser Phase darauf achten, dass der Welpe sich selbstständig in verschiedenen Situationen bewegen und darf.

Der Welpe soll eigenständig lernen…

Demutsgesten zu zeigen,
mit Angst fertig zu werden,
seine Zähne dosiert einzusetzen,
Aggressionen und Frustrationen abzubauen,
und nach Lösungen zu suchen.


Der Welpe muss lernen, sein Verhalten der Situation anzupassen

Nicht alles im Leben läuft so, wie er es wünscht und deswegen geht die Welt nicht unter. Diese Lernvorgänge sind für ihn äußerst wichtig, um im späteren Leben seine Reaktionen dem Kontext anpassen zu können. Der kleine Kampf mit seinen Geschwistern an der Futterschüssel, ist für diesen Lernprozess zum Beispiel sehr zuträglich. Ein ständig reichhaltiges Futterangebot würde den Lernprozess unterbrechen.
 
Züchter und Welpenbesitzer müssen die Prägung fortsetzen

Studien belegen, dass Welpen die sowohl beim Züchter als auch beim künftigen Welpenbesitzer betont ruhig aufwachsen, später die gelasseneren Hunde sind.
Viele bekommen plötzlich wahnsinnigen Stress
Auf einmal denken Sie an die Sozialisationsphase und meinen, sie müssten noch so viel erledigen. Der Welpe soll Busfahren, die Stadt kennenlernen, jegliche Menschen und Tiere in der Nachbarschaft erleben und und und…
 
All dies kann einen Welpen ganz schön überfordern

Wir sollten unsere Ansprüche wirklich umsichtig dem einzelnen Welpen und der zukünftigen Lebenssituation anpassen. Wer bekommt den Welpen? Welche Ansprüche haben Sie? Möchten Sie einen ruhigen oder agilen Hund? Dementsprechend sollte auch seine Förderung angepasst sein. Wenn Züchter sich zu starke Mühe geben und dem Welpen alle Umweltsituationen aussetzen wollen, wird ihn später wenig beeindrucken. Der Mittelweg ist auch hier wieder ideal.
 
Nehmen Sie sich Zeit

Bei all dem Freizeitstress, dem Welpen häufig ausgesetzt sind, wird eines gerne vergessen: Welpe und Familie müssen sich kennen lernen, um eine Bindung zueinander aufbauen zu können. Dazu sind die alltäglichen Situationen in der Regel für alle Beteiligten schon Herausforderung genug. Welpengruppen, Café und was es sonst noch so gibt, sollte da zunächst nebensächlich sein. Nur Sie und Ihr Welpe zählen und seien Sie gewiss: Ihr Welpe wird auch später noch lernen können Bus zu fahren. Sorgen Sie zunächst für eine gute Mensch-Hund –Beziehung. Wenn das stimmt, dann kann die Erziehung anfangen.

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