Sie haben sich entschieden...

... ein Border-Collie soll es sein. (Wir sagen: "Eine gute Wahl!)

Aber nun tauchen auch schon die ersten Fragen auf...

Um es gleich vorweg zu sagen: Auch nach der Abholung eines Welpen von uns sind wir, wenn Sie es denn möchten, auch weiterhin gern an Ihrer Seite. So würden wir gern auch nach der Abgabe eines unserer Zöglinge einen losen Kontakt zu ihnen halten, um zu erfahren wie es Ihnen mit dem 4-Beiner geht. Auch bei auftretenden Fragen helfen wir gern soweit wir es können.

Für die wichtigsten Fragen haben wir erste Antworten zusammen gestellt.


Die Sache mit der "Stubenreinheit"

Wie alle Hundewelpen kann auch ein Border-Collie frühestens ab der 16. Woche seine Blase (und den Darm) kontrollieren.
Daher sind Sie als Halter in den ersten Wochen besonders gefragt.

Als Faustregel kann man folgendes sagen:

Der Hund wacht aus dem Schlaf auf --> Raus zum Lösen
Der Hund hört plötzlich mit dem Spielen auf --> Raus zum Lösen
Der Hund hat sein Futter aufgenommen --> Raus zum Lösen

Sicherlich werden Sie Ihren Hund in den ersten Tagen besonders beobachten. Sollte der 4-Beiner plötzlich am Boden schnüffeln und sich mit hektischen Bewegungen durch den Raum bewegen, so ist dies meist ein Zeichen dafür, dass etwas drückt...

Gerade in den ersten Tagen hat der Welpe so viel bei Ihnen im neuen Haus zu entdecken und zu verarbeiten, dass für das "Geschäft" oftmals die Zeit knapp wird. Daher sollten Sie gerade in den ersten Tagen besonders achtsam sein, und mit dem Welpen beim ersten Anzeichen sofort raus gehen.
Mit "Raus" ist ein Platz zum Lösen ausserhalb der Wohnung oder des Haus gemeint.
Nun kann ein Welpe nicht mal eben mit Ihnen die 2 Km bis zum Stadtwald gehen, daher suchen Sie ein Fleckchen in unmittelbarer Nähe von Haus / Wohnung, wo sie in der Anfangszeit immer wieder hin gehen können.

Denken Sie bitte auch daran, dass Sie in der Nacht kaum Zeit haben Ihre Garderobe zu perfektionieren. Da muss auch mal der Mantel über den Schafanzug geworfen werden, damit das geliebte Flohtaxi schnellstens raus kommt. Folglich sollten Sie Mantel und Halsband mit Leine stets griffbereit liegen haben.

Wir haben die Erfahrung machen können, dass wenn ein neuer Hund zu uns kommt wir den Welpen in den ersten Nächten einfach zu uns ins Bett nehmen. In der Armbeuge kuschelt sich die kleine Fellnase ganz schnell ein und wird dort einschlafen. Wenn der Hund in der Nacht aufwacht und unruhig wird, bemerken Sie dies sofort und können direkt mit der Fellnase nach draussen gehen.
(An dieser Stelle haben alle Bewohner eines Hauses und/oder einer Erdgeschosswohnung mit Zugang zum eingezäunten Garten einen Vorteil.)
Nach dem Lösen nehmen Sie Ihren Hund und begeben sich sofort wieder ins Bett. Auf keinen Fall sollten Sie dem Drängen des Hundes nachgeben und in der Ncht mit ihm spielen. (Es sei denn, Sie wollen Ihren Tag-/ Nacht- Rhytmus dem des Hundes anpassen...)

Nach 4-5 Nächten, die Sie mit Ihrem Hund gemeinsam verbracht haben ist es an der Zeit die Fellnase an seinen endgültigen Platz zu gewöhnen. Bestens geeignet für die Unterbringung ist eine Hundebox die verschliessbar ist.
Da sind wir aber auch schon beim nächsten Thema:

 

Die Sache mit der Box...

Ja, wir favorisieren den Einsatz einer Hundebox.
Hunde in freier Wildbahn legen sich nicht zum Schlafen auf eine Lichtung oder gar auf die Strasse. Vielmehr suchen sie sich einen geschützten Platz um entspannt die nötige Erholungspause zu verbringen.

Ein kleines Beispiel: (Ich weiss, es hinkt etwas...)
Sie selbst kommen in eine fremde Stadt. Für die Nacht bietet man Ihnen die Turnhalle der Schule als Schlafraum an.
Wo werden Sie Ihr Nachtlager aufbauen? Mitten auf dem Spielfeld? Oder in einer Ecke der Halle?
Antwort: Sie werden sich in eine Ecke der Halle zurückziehen, um wenigstens von 2 Seiten (Wänden) geschützt zu sein.

Genauso sieht auch ein Hund seine Hundebox. Es ist eine Möglichkeit für ihn sich zurückziehen zu können und sich um seinen Schutz keine Gedanken machen zu müssen. Der Hund lernt ganz schnell: "Wenn ich in der Box bin, kann mir nichts passieren. Wenn die Tür der Box sogar geschlossen ist, kann mir keiner meinen Platz streitig machen."
In der freien Natur graben sich wild lebende Hunde tiefe Höhlen um Schutz vor anderen zu haben.

Für Sie als Hundehalter bedeutet es aber im Umkehrschluß:
"Liegt der Hund in der Box kann er nichts kaputt machen oder verunreinigen."
(Da Hunde für gewöhnlich nicht ihr Nest beschmutzen, wird sich der Hund auch nicht in seiner Box lösen.)
Folglich können Sie entspannt schlafen. Sollte es in der Nacht nötig sein mit dem Hund hinaus zu gehen, wird er sich melden.

Ebenso sollten Sie Ihren 4-Beiner nach jeder Mahlzeit für ca. 30-90 Min in die Box legen, damit der sich nicht mit vollgefressenem Bauch beim Spielen verletzt. Gerade junge Hunde haben einen sehr grossen Bewegungsdrang. Beim Springen und Hopsen sowie auf dem Boden rollen kann es sehr schnell zu einer Magendrehung kommen, an der der Hund in den meisten Fällen qualvoll verstirbt.
Nach einiger Zeit der Gewöhnung wird ihr Hund "seine" Box lieben und auch tagsüber gern als Rückzugsraum nutzen.
Unsere erwachsenen Hunde schlafen in der Box, wobei wir die Türen in der Nacht nicht schliessen. 
Müssen wir aber die Hunde unbeaufsichtigt zurücklassen, (z.B. beim Einkauf) so geben wir alle Hunde in die jeweilige Box, schliessen die Tür und können mit der Gewissheit fahren: "Dem Hund kann nichts passieren, und er kann nichts anstellen...!"

Wenn Sie sich für einen Welpen von uns entscheiden, so ist die Box kein unbekanntes Ding.
Wir vermitteln den Welpen hier bei uns bereits in den ersten Wochen das angenehme Gefühl der Geborgenheit einer Box.

 

Spazierengehen...

...viele glauben: Ein Border-Collie mus am Tag mehrere Kilometer laufen, da er ja so viel Bewegung braucht.
Dies ist nur bedingt richtig. Fakt ist: Nach 2 Stunden Spaziergang im Wald ist der Border-Collie erstmal "warmgelaufen" und es könnte jetzt mit etwas Spannendem losgehen... Folglich gilt: Mit großen Spaziergängen kann man einen Border-Collie nicht auslasten.

Wie lang sollte ein Spaziergang sein?

Als grundsätzliche Faustformel kann man die anfängliche Dauer das Spaziergangs wie folgt berechnen.
15 Min plus für jede Lebenswoche 1 Min.
Ihr Welpe kommt mit 8 Woche zu Ihnen, dann sollten Sie in den ersten Tagen 15 + 8 = 23 Min als maximale Laufzeit einplanen.
Nun sagen Sie: "23 Min sind aber viel zu wenig." Das Stimmt.
Als Tipp: Nehmen Sie eine Tragetasche mit großen Griffen mit, (bestens eignen sich die blauen Taschen aus dem Schwedischen Möbelhaus, das mit einem "I" beginnt...) legen Sie unten in diese Tasche ein altes Handtuch hinein, und setzen den Welpen nach der "Spaziergehzeit" in die Tragetasche. Die langen Griffe legen Sie einfach über die Schulter, und schon können Sie Ihren Spaziergang fortsetzen, ohne den 4-Beiner zu überlasten. Nach einer Ruhepause von 20-30 Min können Sie ihr Familienmitglied wieder für die nächste "Runde" selbst laufen lassen...

 

Die Sache mit dem Spielzeug...

Wieviel Spielzeug braucht der Welpe???
Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass gerade in den ersten Lebenswochen bei Ihnen ganz viel Besuch erscheinen wird, um die süße Fellnase zu begrüßen. Natürlich bringt jeder Besucher auch Spielzeug mit. Firmen wie "Fressnapf" & Co sind da ja sehr bereitwillige Berater.
Aber... bitte geben Sie Ihrem 4-Beiner nur max. 1 Spielzeug zum toben.
Sollte er mit den Spielzeug dann so richtig "aufdrehen", nehmen Sie es ihm bitte wieder weg und deponieren es an einer für den Hund nicht sichtbaren Stelle.
Zu einem späteren Zeitpunkt kann die Fellnase das Spielzeug erneut haben um damit zu spielen.
Lassen Sie Ihren Neuzugang jedoch niemals unbeaufsichtigt spielen. Zu schnell wird das Spielzeug beim übermütigen spielen zerstört. Achten Sie aber auch unbedingt darauf, dass der Welpling sich keine Ersatzspielzeuge besorgt.
Zu gern werden Schuhe "probiert". Wenn Sie nicht sofort energisch "NEIN!" sagen, werden die schönen Schuhe ganz schenll zu "Tretern" degradiert, und die Schuh-Industrie freut sich.
(Nebenbei, unsere Hunde haben noch nie einen unserer Schuhe beschädigt.)

Aber hier kommen wir schon zum nächsten Thema,
 


Wie lange spielt ein Welpe??

In den ersten Tagen bei Ihnen muss sich die Fellnase erst mal daran gewöhnen, dass ein Leben als Hund nicht nur toll, sondern auch ganz schön anstrengend ist.
Wundern Sie sich nicht wenn Ihr Neuzugang mitten im Beobachtungsgang plötzlich "auf die Seite fällt" und schläft.
Auch ist es nicht ungewöhnlich, wenn der Schlaf dann 1 Stunde, oder länger, dauert.
Selbst erwachsene Border-Collies verbringen den Tag meist schlafend. So ist es nicht ungewöhnlich, wenn selbst der erwachsene Hund bis zu 16 Stunden am Tag schläft.
Bedenken Sie bitte, dass der Neuzugang zunächst ganz viele Eindrücke verarbeiten muss.
So ist alles Neu...
Mama ist weg, die Geschwister sind auch nicht mehr da, die "Zieheltern" (also wir) sind auch nicht da und das Haus (die Wohnung) riecht und sieht ganz anders aus wie in den ersten Lebenswochen.
Folglich muss der Zwerg/ die Zwergin diese vielen Eindrücke erst einmal verarbeiten.
(Und wer viel arbeitet ist auch schneller müde. -- Kennen wir doch irgendwie. Oder??)
Kleiner Tipp: Legen Sie sich einmal flach auf den Fußboden und erkunden Sie Ihre Wohnung aus der Perspektive des Hundes...

 

 

 

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