Das ein Border-Collie auch viel Spass mit ins Leben bringt muss nicht extra erwähnt werden.
Wohl aber, dass jeder der zum erstenmal ein Exemplar dieser Rasse in die Familie aufnimmt zuweilen sehr unter den Rassetypischen Merkmalen zu "leiden" hat. Ein Border-Collie ist von der Spezies "Schattenhund". D.h. egal wo Frauchen und Herrchen sind, der Hund ist dabei. Mitunter muss dann auch schon mal die Reihenfolge bei der Benutzung der  Dusche geklärt werden.
Fakt ist aber, dass ein Welpe sich grundsaetzlich dort aufhält, wo seine Leute sind. Das diese Nähe auch immer mit Schmuse- und Streicheleinheiten einhergeht versteht sich fast von selbst.
Dennoch ist darauf zu achten, dass diese Art des zusammenlebens nicht dazu führen darf, dass der Hund die Regierung der Familie übernimmt.
So ist es z.B. sehr wichtig, dass die Familienmitglieder bestimmen wann, wo und was gespielt wird. Noch wichtiger aber ist, dass nicht der Hund das Ende des Spiels bestimmt. (Sonst übernimmt er schon wieder die Regierung...) So sollte aufmerksam beobachtet werden, wie lange sich Ihr 4-Beiner konzentrieren kann. Besser 3 Kurzzeitspiele von 10 Min Länge, als täglich 1 Stunde am Stück die Fellnase "bearbeiten".

Auch haben wir die Beobachtung gemacht, dass die täglichen Spaziergänge mit einem Welpen in der Anfangszeit nicht über 30 Min hinausgehen sollten. Dies hilft Ihren Hund nicht zu körperlichen Höchstleistungen anzustacheln, sonder vielmehr den Hund von Anfang an zu gewöhnen ruhig und ausgeglichen auf die "Actioneinlagen" zu warten. (Es sei denn, Sie wollen Ihr tägliches Pensum mit dem Fahrrad langsam aber stetig auf tägliche 60 Km-Touren  steigern...)

Eine Auslastung des Hundes erreichen Sie mit "Gassifahrten am Fahrrad" auf keinen Fall. Vielmehr gehört zu den körperlichen Ertüchtigungen die geistige Auslastung. Sollten Sie nicht zu den glücklichen gehören, die mehrere Hektar Wiesenland mit grossen Schafbeständen ihr eigenen nennen, nutzen Sie die Möglichkeiten Ihren Hund mit "Kopfarbeit" zu fordern.